Kinder der Nacht, Wächter der Träume
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Kurzgeschichten

-Das rote Tagebuch-

"Ich w?re gerne wie die B?ume.", sagte das kleine, kluge M?dchen mit den einst schwarzen, langen Haaren zu ihrem Vater. Der verstand nicht, l?chelte sie nur an und merkte dabei gar nicht die Entt?uschung auf dem Gesicht seiner kleinen Tochter, als sie merkte, das er sie nicht verstand.
Am n?chsten Tag, fast zur selben Zeit, besuchten das kleine M?dchen ihre Gro?eltern. Die Gro?mutter l?chelte ihr ermutigend zu. Der Gro?vater sa? nur stumm in der Ecke und konnte sein besorgtes Gesicht kaum unterdr?cken. An diesem Tag meinte das kleine M?dchen mit dem ernsten Gesicht zu ihnen: "Ich w?re gerne wie die Sterne." und blickte dabei vertr?umt und recht zufrieden aus dem Fenster. Auch ihre beiden Gro?eltern verstanden sie nicht. Sie konnten sie nicht verstehen, weil sie gen?gend andere Sorgen und Probleme hatten, weil sie Angst hatten.
Den darauf folgenden Tag spielte das kleine M?dchen in der Kinderklinik f?r Krebskranke Kinder. Als die Erzieherin sie fragte, was sie gerne w?re, antwortete das M?dchen mit den Worten: "Ich w?re gerne wie die Luft." Die Frau l?chelte nur leicht nerv?s und stellte die selbe Frage einem kleinen 5 j?hrigen Jungen der begeistert antwortete, dass er gerne Feuerwehrmann werden w?rde. Menschenleben retten! -Er wusste nicht, das er nicht einmal in die erste Klasse kommen sollte.
Als dann am Abend ihr Vater sie noch einmal auf der Station besuchte, fand er seine Tochter mit den traurigen Augen und dem ernsten kleinen Gesicht vor dem Fenster wieder. Er hatte ihr etwas mitgebracht. Es war das Tagebuch ihrer Mutter, welche bei der Geburt von ihr gestorben war. Ihre Augen leuchteten auf, als sie das hektisch eingepackte Buch mit dem roten Ledereinband und dem kleinen Schloss, aus der Verpackung befreite. Sie war das erste mal seit langem wieder wirklich gl?cklich. Sie steckte aufgeregt den kleinen Schl?ssel ins Loch. Ihr Vater beobachtete sie dabei und war ger?hrt von den vorsichtigen Bem?hungen seiner 9j?hrigen Tochter ja nicht das Buch zu besch?digen. Sie fing an zu lesen und es schien, als w?rde sie alles um sich herum vergessen. Als der Vater ging, blickte das M?dchen kurz auf, l?chelte ihn strahlend an und sagte: "Heute w?re ich gerne bei Mama."
Der Vater meinte zu verstehen, nickte kurz und war fast schon den Tr?nen nah, als er ihr steriles Einzelzimmer verlie?.
In der Nacht um 24.ooUhr ging pl?tzlich im Schwesternzimmer der Station, die Warnanlage an. Die Schwestern r?ckten aus, doch als sie ankamen war es schon zu sp?t. Das M?dchen lag l?chelnd in ihrem viel zu gro?en, wei?en Bett, das rote Lederbuch immer noch fest in ihren H?nden.
Der Vater wurde angerufen, welcher sich wie bet?ubt auf den Boden fallen lie?. Er h?rte nicht mehr die gut gemeinten Worte, dass alles getan wurde um sie zu retten, das aber letzt endlich der Krebs gesiegt hatte. Das wusste er ohnehin selbst. Aber er konnte es einfach nicht glauben, nein, er wollte es nicht glauben. Kurz darauf fuhr er ins Krankenhaus. Eine Krankenschwester, welche ihm auf dem Flur begegnete, sch?ttelte nur traurig den Kopf und reichte ihm wortlos das kleine rote Buch, aber es fiel ihm aus der zitternden Hand. Als er es aufhob war es nicht die sch?ne, geschwungene Schrift seiner Frau, welche ihm entgegen prangte, sondern die sauber-bem?hte Schrift seiner kleinen Tochter.
Verwirrt las er die Zeilen eines kleinen M?dchens, welches niemals ein Kind sein durfte.

Ich wei?, ich darf eigentlich nicht in dieses Buch schreiben, da es dein Buch ist, aber ich glaube du bist die einzigste, welche mich vielleicht versteht.
Wei?t du, ich w?re manchmal gerne wie die B?ume, Eine starke Wurzel, welche einen h?lt und daf?r sorgt, das einen nichts ins wanken bringt. Bl?tter, welche in der Sonne strahlen und den Wind in all seinen Bewegungen begleiten. B?ume! Sie sind so wundersch?n. Im Herbst lassen sie dann ihre bunten Bl?tter einfach fallen, um dann zu schlafen und die schweren Tage mit der eisigen K?lte hinter sich zu lassen. Mit den ersten lockenden Sonnenstrahlen jedoch, erwachen sie wieder zu neuem Leben. Ich w?rde auch gerne meine Bl?tter einfach fallen lassen um zu schlafen, denn ich bin so schrecklich m?de. Nun ja, meine Bl?tter hab ich zwar nicht fallen lassen, daf?r aber meine Haare. Kommt dem doch ganz nahe, oder? Aber wann werde ich endlich schlafen k?nnen?
Manchmal jedoch w?re ich auch lieber wie die Sterne. Papa hatte mir mal erz?hlt, dass wenn wir in den Himmel blicken, wir eigentlich nur die Vergangenheit erkennen. Das hatte mich verwirrt und wahrscheinlich habe ich es auch nicht richtig verstanden, jedoch finde ich es sch?n, dass obwohl vielleicht der eine oder andere Stern gar nicht mehr lebt, wir uns ja doch noch an ihnen erfreuen k?nnen. Ob sich die anderen sp?ter auch noch an mich erinnern k?nnen, wenn ich einmal nicht mehr da bin?
An manchen Tagen w?re ich jedoch lieber wie die Luft. Niemand sieht sie und doch wissen wir alle, das sie da ist, weil ohne, das hat jedenfalls Opa gesagt, k?nnten wir Menschen ja gar nicht leben.
Nein, vielleicht ist es besser wenn ich mir nicht w?nsche wie die Luft zu sein! Ich mein, vielleicht bin ich irgendwann mal nicht mehr da und was w?rde dann aus meinem Vater und meinen Gro?eltern werden?
Oma hat gesagt, gehen m?ssen wir alle mal, darum bist auch du gegangen. Als ich noch kleiner war, habe ich sie dann immer gefragt, wann du wieder kommst, Oma hat dann aber nur gemeint, dass nicht du zu mir, sondern irgendwann einmal ich zu dir komme. Mittlerweile wei? ich was sie damit meinte.
Ich glaube, irgendetwas in mir ist schon auf den Weg zu dir, Aber ich wei?, ich werde gl?cklich sein, wenn ich erst einmal bei dir bin.

Gl?cklichsein. Mit dem gleichen, unbegreiflichen Wort hatte auch seine Frau aufgeh?rt in ihr Tagebuch zuschreiben. Der Vater weinte entsetzlich bis ein kleiner Junge vorsichtig an seiner Jacke zupfte und ihn mit gro?en, traurigen Kinderaugen fragte, warum er so traurig sei. Es war der Junge der Feuerwehrmann werden wollte. Der Junge konnte nicht wissen, dass er durch diese Geste ein Menschenleben rettete und das dies zugleich das letzte sein sollte, welches er noch retten konnte.
Der Vater von dem M?dchen l?chelte ihn ungl?cklich an.

Auf dem Grabstein, des kleinen M?dchens, stand geschrieben:

Du bist wie ein Baum.
-standhaft und jegliche K?lte ?berstehend.
Du bist wie die Sterne.
-so fern, und doch f?r uns sichtbar.
Du bist wie die Luft.
-unsichtbar, und doch immer bei uns.
Du bist wie ein Engel.
-denn wahre Engel brauchen keine Fl?gel.
Nun bist du bei deiner Mutter.
- und wir wissen, das du gl?cklich bist.
17.1.04 20:40


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- Schritt f?r Schritt -

Du l?ufst durch den Wald. Setzt Schritt vor Schritt. Es ist kalt, vor einer Woche war dir noch warm. Damals lag noch in hohen B?hen der Schnee, heute ist er getaut, von der Sonne erw?mt, einfach davon geschmolzen. Es ist Nacht. Vereinzelt blinzeln dir die Sterne von dem ansonsten bew?lkten Himmel zu. Den Mond siehst du nicht. Ob es ihn noch noch gibt, fragst du dich, die Antwort wohl wissend. Weiter l?sst du dich vom Abendwind tragen, welcher den Hauch des Winters noch in sich tr?gt, jedoch auch schon die ersten Anzeichen des Fr?hlings durchblicken l?sst. Alles um dich herum ver?ndert sich. B?ume, welche einst lebten, liegen nun tot und abgestorben neben dir, da wo nichts war, erwacht nun neues Leben. Alles ver?ndert sich, unaufhaltsam, unaufh?rlich. Auch du hast dich ver?ndert. Du blickst dich um und siehst doch nichts. Du sp?rst die Ver?nderungen um dich und nimmst sie doch nicht wahr. Weiter l?ufst du den Weg entlang. Du wei?t wo er dich hinf?hrt und doch wei?t du nicht, wohin er dich bringen wird. Die Nacht umf?ngt dich tr?stlich, breitet ihre weiten Arme um dich aus. Du bist allein. Allein in dieser k?hlen Abendstille. Die Stille tr?stet dich, macht dich wahnsinnig. Immer mehr breitet sich die K?lte in dir aus. Du wei?t nicht woher sie kommt, willst es gar nicht wissen. Weiter gehst du. Du hast kein Ziel. Warum auch? Ein Ziel w?rde doch eh nur eine Entt?uschung mehr in deinem Leben bedeuten. Du h?rst den Wind sanft an dir vorbei rauschen, f?hlst ihn z?rtlich dich streichelnd und deine Gedanken, wo eben noch welche waren mit sich davon tragend. Nun f?hlst du dich leer, und doch bist du froh wenigstens etwas f?hlen zu k?nnen. Du l?chelst, ohne es mitzubekommen und w?rdest du es bemerken, so w?sstest du ohnehin nicht woher diese Zuckung in deinem Gesicht herkommt. Dir ist nach schreien zu mute, du schluckst es einfach runter. Du l?ufst weiter, denn stehen bleiben w?rde bedeuten sich ?berlegen zu m?ssen ob man weiter geht, einfach nur verharrt oder umkehrt. Dabei ist dies egal. Das Leben geht auch so weiter, ob man geht, steht, schl?ft, oder davon rennt. All das ist egal. Das Leben geht einfach weiter und keiner fragt dich ob du das nun willst oder nicht. Also l?ufst du weiter, so wie dein Leben auch einfach weiter l?uft. Es gibt keinen Grund, warum es weiter geht, genauso wenig wie es einen g?be stehen zu bleiben. Es ist einfach so, so wie immer alles ist und war.
Du fragst dich, was dir alles geblieben ist, wo du doch die Antwort darauf schon lange kennst. -Erinnerungen. Dir wird k?lter und diese K?lte kommt von innen, diese K?lte kommt von dir.
Es ist Nacht. Du hast kein Ziel. Den Weg erkennst du kaum. Schritt f?r Schritt gehst du weiter, ohne zur?ckzublicken. Es ist Nacht und in stummer Verzweiflung hoffst du das es ein Morgen f?r dich gibt.
15.3.04 20:47


-Nur eine Nacht-

Gestern, da war noch alles anders, denn Gestern, da war ich noch anders...
Manchmal kann man gar nicht wirklich glauben, wie schnell eine Nacht alles ver?ndern kann. Wieviel sich in wenigen Momenten aufbauen und wieviel sich zerst?ren kann. Es reicht ein Augenblick, und pl?tzlich hat sich alles um einen herum ver?ndert. Man erkennt nichts mehr, obwohl man selbst diese Ver?nderungen herbeigef?hrt hat.
Ich blicke in den Spiegel und sehe eigentlich nur das, was ich schon den ganzen Tag merke. Ich bin m?de! Tot-sterbens-m?de! Aber Gestern konnte ich kaum schlafen, und heute habe mich sinnlos durch diesen Tag geschleppt. Ich sp?re eigentlich in jeder Faser meines K?rpers diese M?digkeit, und doch kann ich nicht schlafen! Denn kaum schlie?e ich meine Augen, sp?re ich auch schon wieder ihren warmen Atem auf mir...
Ich f?hle wie sie n?her und immer n?her auf mich zu kommt, wie sich unsere K?rper ber?hren. Z?rtlich, langsam und anfangs spielerisch. Ich sp?re ihre Beine zwischen meinen. Ihr K?rper ist so uns?glich hei?, es kommt mir vor, als w?rde ich gleich verbrennen. Ihre Nasenspitze ber?hrt neckisch meine. Sie umarmt mich und wieder sp?re ich mehr von ihrem K?rper. Jede Stelle die sie ber?hrte, wird wohl von nun an, von unsichtbaren Narben gezeichnet sein. Sie nimmt mein Gesicht in ihre Hand. H?lt es z?rtlich fest, als ob es entfliehen k?nnte, wenn sie es nicht t?te!
Unsere Nasenspitzen ber?hren sich noch immer neckend, doch kommen sich unsere Lippen immer n?her. Mit meinem Mund streiche ich sanft ?ber ihre Nasenspitze und fahre somit ihren Konturen nach. Wieder kommt herrausfordernd ihre Nasenspitze und wieder kommen sich unsere Lippen n?her...
Ich kann ihren Atem sp?ren. F?hle und genie?e ihre N?he. Ich schlie?e meine Augen und wie ein zarter Hauch f?hle ich nun auch ihren Atem auf meinem Mund. Ich ?ffne ihn leicht, und da sind auch schon ihre Lippen auf meinen.
So anders f?hlte sich dieser Kuss an, als mein erster, um so vieles sch?ner! Pl?tzlich h?rt sie auf. Presst mich l?ngsam n?her an sich heran. Ich atme ihren Geruch ein. Es riecht alles so wunderbar, so fremd und doch schon seit langer Zeit bekannt. Ich sp?re ihre Lippen welche mich entlang meines Halses z?rtlich k?ssen und dann sind auch schon wieder ihre auf meinen. Wie in einen Traum, f?hle ich mich versetzt, als w?rde ich gleich schweben. Endlos und wundersch?n kommt mir jeder Kuss vor. Kurz aufflackernde Angst, wird durch einen langanhaltenden, intensiven Kuss beseitigt...
Ich wei? nicht wann wir aufh?rten, ich wei? ja noch nicht einmal warum wir aufh?rten! Aber ich konnte danach wohl lange Zeit nicht mehr einschlafen. -Wir beide nicht. Zu nahe war die Erinnerung, zu hei? ihr K?rper und zu gro? die Angst. Ich drehte ihr meinen R?cken zu, doch da sp?rte ich auch schon ihren warmen K?rper wieder eng an meinen anliegend um mich z?rtlich zu umarmen. Ich nahm ihre Hand in meine und so lagen wir da und versuchten zu schlafen, jedoch ohne wirklichen Erfolg.
Irgendwann m?ssen wir beide jedenfalls doch noch eingeschlafen sein, denn als wir dann erwachten und auf die Uhr blickten, war es schon lange um 11 Uhr durch. Ich wollte nicht aufstehen, jedoch musste ich mich meinem Schicksal ergeben und dieses Bett mit all den warmen Erinnerungen an die vorherige Nacht, verlassen...
22.11.04 20:49


-Maskerade-

Mir kommt es so vor, als w?rde man t?glich hundert-tausenden Masken begegnen. Masken, die nett und freundlich einen anl?cheln, aber die in Wirklichkeit nur dazu dienen, die Leere zu verbergen, welche sich dahinter versteckt.
Darum wohl auch meine Angst, dass ich unter all diesen leeren Masken, die wahren, menschlichen Gesichter ?bersehe. Gesichter, die weinen, aber vor allem auch l?cheln k?nnen...
Oh ja, ich gehe einmal wieder meiner lieblings Besch?ftigung nach! In der Uni, in irgend so einem ?berf?llten Raum zu sitzen und so zu tun, als w?rde ich gesch?ftig zu h?ren und w?re nicht zu letzt voll und ganz bei der Sache! In Wirklichkeit aber, blicke ich gelangweilt in die gro?e Masse von Studenten, wo keiner alleine als Individuum hervorzustechen scheint. Alles ist eins! Eine undefinierbare Masse, bestehend aus aufgest?tzten K?pfen, gekr?mmten Oberk?rpern und nerv?sen H?nden. Ja, nach einer Woche der puren Langeweile, kannte ich wohl schon so ziemlich jedes Gesicht, was auf dem Kampus zu existieren schien. Nennt mich ruhig eingebildet, aber mir kam es schon in dieser kurzen Zeit so vor, als w?re kaum jemand auch nur interessant genug um mit ihm eine lapidare Konservation zu f?hren! Und ich selbst lasse mir nur ungern ein Gespr?ch aufzw?ngen. Ich bleibe da lieber Einzelg?nger... keine Probleme, keine Sorgen und vor allem, Niemand der einen das Leben schwer macht!(...)
Doch pl?tzlich werde ich aus meinen Gedanken gerissen...oh ja, wenn ich eine Sache nicht leiden kann, dann das! Wer auch immer jetzt zu sp?t zu dieser Vorlesung kam und mit vollem schwung die T?r aufgerissen hat, wird sich wohl sicher sein m?ssen, mich ab jetzt als seinen Feind zu haben! Seinen pers?nlichen Erzfeind!
Genervt und kampfeslustig werfe ich einen Blick auf das arme W?rmchen, welche es geschafft hat sich in weniger als 3 sec. sein ganzes Leben zu versauen. Doch was ich da sehe, l?sst mich gedanklich verstummen. Und das! das hat bis jetzt noch nichts und niemand geschafft!
Mit kessem Blick steht da ein kleines, schmales Pers?nchen, welches sich in einer gerade zu herausfordernden K?rperhaltung zu presentieren scheint. Und dann der absolute ober Hammer! Das braunhaarige Ding kennt doch tats?chlich keinen Skrupel und setzt sich ohne gr??eren Aufhebens neben mich! Neben mich! Sicherlich, das ist der einzigste freie Platz noch hier, aber bestimmt 15 lebende Objekte haben es vorgezogen sich lieber auf die Stufen zu quetschen, als sich neben meine Wenigkeit zu plazieren. Versteht das mal einer? (Und damit meine ich nicht etwa die 15 Wesen auf den heiligen Stufen, sondern dieses seltsame Exemplar von Skrupellosigkeit neben mir!)
Was mich nun allerdings wirklich aus allen Wolken fallen lie?, war das breite Grinsen, welches sie auflegte, als sie mich (wohl gemerkt, schon neben mir sitzend!) fragte, ob denn noch der Platz frei w?re. Oh ja, my dear...noch! Aber glaub mir, der wird auch ziemlich schnell wieder frei werden!
Sie aber l?chelt mich nur an und meint wohl soetwas wie, dass sie das nicht verstehen k?nnte...
Ja, ich gebe es zu! Ich bin mir alles andere als sicher, ob sie das wirklich zu mir gesagt hat! Doch wie soll ich mich denn aber auch auf von Menschen erfundene Laute konzentrieren, wenn mich ihre grauen Augen mit der gelb-gr?nlich schimmernden Umrandung geradzu fesseln?
Es kommt mir fast so vor, als w?rde ich abtauchen und mich in diesen Augen verlieren...
Auf meinen wohl etwas bedepperten Blick antwortet sie nur mit einem hellen, klaren Lachen! Und soweit ich das beurteilen konnte, hatte sie in diesem Moment wohl die volle Aufmersamkeit von nicht weniger als 50 Mann...Betonung liegt auf Mann!! Die vielleicht 5 Frauen die sie mit dem gleichen begehrenden Blick anstarrten(und mir pers?nlich vorher als solche nie aufgefallen waren) habe ich absichtlich au?envorgelassen...
Nun gut, irgendwie f?hle ich mich von ihr ertappt und drehe mich deswegen auch wieder um. Stures geradeausgucken. Wie ich das mal wieder liebe!
Doch irgendwie werde ich unruhig...es ist so ein komisches Gef?hl, als w?rde sie mich die ganze Zeit anstarren, doch als ich mich erneut in ihre Richtung drehe, blickt sie lediglich voller eifer nach vorne zu dem rotangeschwollenem Gesicht des Mannes, der in eiliger Hast versuchte seine Themen abzuarbeiten. Jedoch gerade, als ich wieder dem Rotgesicht meine scheinbare vollste Aufmerksamkeit widmen wollte, blickt sie mich ebenfalls an und l?chelt!
Ich wei? nicht, wie sie es machte, ich jedenfalls l?chelte zur?ck. Und es war, als h?tten wir in diesem Moment uns gegenseitig ein schon lange vereinbartes Zeichen gegeben! Ein Zeichen, was ich ?ber all die Jahre schon l?ngst meinte vergessen zu haben...
(...)


29.11.04 20:42


-Der schwarze Fluss-

Der Abend war noch nicht weit voran geschritten, und doch umh?llte mich wie ein Schleier die heranbrechende kalte Nacht. Doch war ich kaum imstande eine Notiz dessen war zunehmen, denn gedanklich war ich weit weg, -gedanklich war ich nur bei dir. Doch wie sehr schmerzten mich jene Gedanken an dich. Sie schmerzten und erklangen zu gleich auf seltsame Art und Weise tr?stlich in meinen Ohren. Und doch wollte ich jene Gedanken aus meinem Ged?chnis verbannen.
Ich richtete meinen Blick gen Himmel und was ich sah war ein Meer aus Wolken. In flie?enden Bewegungen schoben sie sich vor den einsam wirkenden Mond, welcher wie ein Ertrinkender gegen diese ?bermacht anzuk?mpfen schien. Alles schien in Bewegung zu sein. Wolken, welche in raschen Z?gen ?ber mir vorbei rauschten, B?ume, welche vom Winde bewegt sich elegant dessen Rhytmus anpassten, aber auch meine Wenigkeit, welche aufgebracht versuchte hier in dieser Stille die n?tige Ruhe zu finden, welche mir sonst verwehrt zu blieben schien. So ging ich also in jener Nacht einsam ohne Ziel, ohne Hoffnung und suchte schier unerm?dlich ohne wirklich zu wissen, was mein Geist so aufbrachte und mein Herz so sehr begehrte.
Anfangs noch von mir unbemerkt, sp?ter jedoch kaum ?bersehbar, verwandelte sich die mir so bekannte Landschaft in eine Traumwelt aus Schnee und Eis. Und doch ging ich weiter, setzte Schritt vor Schritt meinen Weg fort, achtete nicht auf die K?lte sondern lie? mich einfach weiter treiben und schon bald hatte ich jegliche Art von Zeitgef?hl in jener Traumwelt verloren. Fehrn h?rte ich ein Rauschen, doch hielt ich es f?r den Wind, welcher sein alt bekanntes Spiel mit den schwarzen Riesen des Waldes zu treiben schien. Ich wurde jedoch eines besseren belehrt, denn wie aus dem Nichts stand ich urpl?tzlich einem rauschenden Fluss gegen?ber. Nie zuvor hatte ich jenen wahrgenommen und gedanklich fragte ich mich, wie weit ich wohl von zu Hause entfehrnt sein mochte, doch da richtete sich mein Blick auf den sich in diesen schwarzen Strom spiegelnden Mond. Fasziniert und den Atem anhaltend blickte ich auf dieses Naturschauspiel aus Schw?rze, Licht und Bewegung. Lange blickte ich wohl in diese unergr?ndliche Tiefe bis sich der in jenen Fluss spiegelnde Mond in ein zartes Gesicht verwandelte. Mein Herz setzte kurz zeitig aus, als ich jene unergr?ndlichen gr?n-blauen Augen erblickte. Es war dein Gesicht, deine Augen, deine Lippen, welche ich dort zu erkennen meinte. Ich war entsetzt wie klar mich deine traurigen Augen ansahen. Ich rannte entlang des Flussufers und versucht diesen Schatten deiner selbst zu folgen, doch stehts schien es mir als w?re ich zu langsam. Ersch?pft und nach Atem ringend erreichte ich eine Trauerweide welche mit ihren langen ?sten diese von den Fluss ausgehende Schw?rze zu durchbohren versuchte. Und dort an jenem Ufer sah ich dich. Du hattest mich wohl gesucht und doch war ich es, welcher dich fand. Du lagtest dort, wie als ob selbst jener rei?ender Strom dich nicht hatte aufnehmen wollen. Deine einst roten Lippen waren blau vor K?lte und doch sahst du mich direkt und durchdringend mit deinen wundersch?nen Augen an. Nie werde ich deine Worte vergessen k?nnen, welche du mir in jener kalten Winternacht alles andere als vorwurfsvoll sagtest. "Nicht der Tod war es welcher mich rief, sonder die Liebe zu dir, welche mir das Leben nahm." kam es von deinen viel zu kalten, blauen Lippen, welche trotz alle dem ein liebevolles L?cheln umspielte. Ich war gekommen, hatte dich gefunden und doch war es zu sp?t. Ich sp?rte regelrecht wie jegliche Kraft aus deinem K?rper entweichte und bald schon war ich alleine.
Wohl unbewusst und dennoch dankbar, sp?rte ich wie langsam auch bei mir dieser Strom des Vergessens Einzug erhielt. Es war ein beruhigendes Gef?hl all die Schmerzen hinter sich lassen zu k?nnen und so lie? ich mich treiben, bek?mpfte Schmerz mit K?lte und Trauer mit Vergessen.
Alles war in Bewegung. Nur ich, ich hatte endlich mein Ziel erreicht, denn nun war ich bei dir.
18.11.04 20:42


-Das Bild-

Die Sonne scheint. Ich laufe die Stra?e entlang. Und pl?tzlich sehe ich dich. Du bist einfach da.
Du stehst vor einem Bild am Schaufenster. Staunend. Fasziniert. Ein L?cheln umspielt deine Lippen.
Ich sehe ebenfalls hin. Will wissen, was dich so begeistert. Was dich dazu bringt, alles um dich herum zu vergessen. Ich sehe es an. Es ist ein Gem?lde von einer jungen Frau. Der Wind weht ihr immer wieder ihre langen Haare ins Gesicht. Wie ein Schleier, ihr Gesicht umh?llend. L?sst sie geheimnisvoll in ihrer Vollkommenheit erscheinen.
Ich sehe das Bild dieser jungen Frau, und doch sehe ich Nichts. Nichts, was bei mir auch nur ann?hernd die gleiche Begeisterung auf mein Gesicht hervor rufen k?nnte, wie bei dir.
Ich verstehe es nicht. Ich frage mich, wie dieses Bild von einer Frau nur solch ein entz?cken bei dir hervorrufen kann.
Mein Blick wandert. Das Schaufenster spiegelt dein Gesicht wieder. Dein wundervoll ebenm??iges Gesicht. Ich muss einfach l?cheln. Wenn du nur w?sstest wie gl?cklich du mich machst. Ich w?rde es dir so gerne sagen. Aber du siehst mich ja nicht. Du siehst nur diese Frau auf dem Bild.
Und pl?tzlich drehst du dich zu mir um. V?llig unerwartet. Fragst mich was ich von diesem Bild halte. Fast erwartungsvoll.
Ich bin verwirrt. Wei? nicht was ich sagen soll. Blicke verlegen auf den Boden.
Ich merke das du nerv?s wirst. Ich schaue dich an.
Pl?tzlich sprudelt es aus dir heraus. Du sagst, dass ich diese wundersch?ne Frau w?re. Dass du, dieses Bild gezeichnet hast. Du h?ttest immer gehofft, das ich es einmal sehen w?rde. Es mir gefallen w?rde. Deswegen h?ttest du es hier ausgestellt. Du entschuldigst dich bei mir, da du mich nicht einmal ann?hernd so wundersch?n hast zeichnen k?nnen wie ich es angeblich sei.
Und dann rennst du weg. L?sst mich einfach alleine.
Es beginnt zu regnen.
Ich w?rde dir gerne hinterher laufen.
Ich kann es nicht. Wie gebannt blicke ich dir hinterher.
Ich frage mich warum? Warum ist es so schwer? So schwer, dir meine Gef?hle zu offenbaren?
Ich schaue das Bild wieder an. Ratlos. Erst jetzt f?llt mir auf, dass die junge Frau auf dem Bild weint. Das ein Netz von Tr?nen ihr Gesicht bedeckt, mein Gesicht.
Unter dem Bild steht der Titel. Er lautet: warum?
Ich gehe in den Laden. Will das Bild kaufen. Unverk?uflich, sagt die nette Verk?uferin.
Stattdessen gibt sie mir eine Adresse. Deine.
10.10.03 20:40


-Weg von mir-

Hier stehe ich nun also. Blicke nach unten auf die Stra?e, wie die Autos kleinen Blitzen gleich ihren Weg fortzetzen. Immer gerade aus. Immer weiter weg von mir.
Es ist eine ruhige Nacht. Ich wei? nicht, ob es warm oder kalt ist, ob es regnet oder schneit. Ich h?re nur, wie das Laub in kleinen seuftzern sich der Naturgewalt ergibt. Es ist ein angenehmes rauschen und rascheln, denn immerhin erscheint es mir lebendig. Lebendiger als ich mich momentan f?hle. Aber was sind schon Gef?hle? Du hast ja meinen Gef?hlen auch nie glauben schenken wollen und wenn, dann hast du sie verletzt. Keiner kann mir jetzt noch sagen, ob es deine Absicht war, oder nicht. Auch du nicht, denn du bist einfach gegangen. Hast alles von dir ausgel?scht.
Alles? Nein. Wie oft habe ich mir gew?nscht, dass alles von dir verschwinden w?rde! Aber Gedanken, Gef?hle, die kann man nicht einfach ausl?schen. Sie sind entweder da, oder nicht. Aber wenn, dann bleiben sie immer irgendwo, auch wenn man sie vergi?t, aber sie bleiben da. Hartn?ckig, auf ihr Recht bestehend zu existieren...
Ich frage mich wohl zum abertausendsten mal, warum du einfach gegangen bist! Warum hast du dich mir nicht einfach gestellt, bist ehrlich gewesen? Meinst du nicht, wir h?tten es irgendwie gemeinsam wieder hinbekommen? Irgendwie? Aber nein, du willst ja nie verletzt werden! Lieber verletzt du andere, als dass du selbst diese Schmerzen empfindest! Aber macht es das ganze wirklich einfacher? Ertr?glicher?
Oder hast du ganz einfach die ganze Zeit nur mit mir gespielt?
Du hast einmal vor langer Zeit gesagt, das wir uns irgendwann einmal wieder sehen, wenn wir beide reifer, ?lter sind, wenn uns beiden niemand mehr etwas kann. Aber gegen uns w?rde immer irgendjemand etwas haben! Das ist nun einmal so. Genauso wie ich wei?, dass ich nicht mehr reifer werden kann. Ich bin so wie ich bin. Ich ver?ndere mich, sicherlich! Aber meine Hauptver?nderung habe ich mit dir, oder gerade durch dich vollzogen. Ich wei? was ich will, aber das n?tzt mir nichts. Es ist sinnlos, zumindestens in diesem Moment.
Unertr?glich ist es mir geworden an dich zu denken. Und trotzdem denke ich an dich. Komisch, oder? Wo ich dich doch vergessen will...
Hast du mich eigentlich schon vergessen? Bestimmt. Wie sollte es auch ander sein...
Ob es mir wohl leichter fallen w?rde, dich zu vergessen, wenn ich w?sste, dass du mich schon vor langer Zeit vergessen hast? Ich glaube nicht...denn wir sind so unterschiedlich und doch waren wir einmal eins.
Du hattest auch einmal gesagt, dass du nicht mehr weinen kannst. Erinnerst du dich noch daran, wie wir beide am Telefon 460km voneinander getrennt geweint haben, weil alles aufgeflogen ist? Weil unsere Eltern uns trennen wollten? Deine dich gar rausschmei?en wollten! Weil wir keine gemeinsame Hoffnung mehr hatten, keine Zukunft, wir uns nicht mehr sehen sollten... Und das alles nur wegen einer dummen, kleinen, sch?bigen Kette, die ich dir ja unbedingt zu deinem Geburstag schenken musste! Ich glaube ich habe nicht nur deinen 18. Geburtstag versaut, sondern einen nicht gerade geringen Teil deines Lebens. Kannst du mir verzeihen?
Ich wei? noch, wie du geweint hast, als es hie? ich sei krank. Epilepsie sagten sie, Gehirntumor, oder beides. Mir erschien es lachhaft! Nein, noch nicht einmal das! Es war mir egal. Ich wollte doch nur zu dir... Ich hatte einfach nur Angst, dass du mich dann nicht mehr willst. So einen Kr?ppel...
Nun wei? ich, dass ich Gesund bin. Kein Tumor, keine Epilepsie. Wahrscheinlich habe ich das ganze einfach nicht mehr ausgehalten. Dieses ewige hin und her! Und dann noch dieses Versteckspiel! Mein K?rper konnte dann einfach nicht mehr, hat rebiliert
-wollte zu dir und durfte nicht.
Ich hatte so oft Angst um dich, habe viele Tr?nen deinetwegen vergo?en. Jetzt f?hle ich mich leer. Und doch bin ich voller Erinnerungen an dich. Was du gesagt hast, wie du es gesagt hast! Ich konnte mir manchmal gar nicht wirklich vorstellen, wie du mich dummes, einf?ltiges Kind lieben konntest! Ich hatte so viele Fehler! Nein, ich habe so viele Fehler... Und doch hast du gesagt, dass du mich liebst, immer lieben wirst.
Nun, Gef?hle k?nnen sich ?ndern, dass wei? ich nun. Aber ich wei? auch, dass ich dich niemals mehr vergessen kann. Denn du bist in mir, noch heute.
Es ist dunkler geworden. Die Landschaft um mich herum hat sich ver?ndert. Es hat geschneit, aber ich, ich bin immer noch die selbe, habe meinen Blick auf die Stra?e gerichtet und verfolge die kleinen Blitze, welche immer gerade aus, immer weiter weg von mir sich fortbewegen.
7.11.04 20:52


-Vergangenheit-

Dunkelheit. Ein eisiger Hauch vergessener Tage. Schreie. Und dann wieder nur diese Finsternis, welche alles umh?llt, die Schreie erstickt.
Sie ?ffnet ihre Augen. Zittert noch immer. Hatte sie ?berhaupt geschlafen? Sie wusste es nicht. Routiniert ging sie ins Bad, lie? Wasser in die Wanne einlaufen. Was nun? Ein Gef?hl ?berfiel sie, als w?rde sie den Boden unter ihren F??en verlieren. Nicht schon wieder dachte sie, und lie? sich schwer hinuntersacken...
Der Boden war hart, die Kacheln kalt. Die K?lte kroch an ihr empor, aber sie f?hlte sich dadurch besser, lebendiger.
Wie gebannt starrte sie auf den harten, klaren Wasserstrahl, welcher sich mit dem vorhandenen Wasser vermischte, als h?tte es schon immer zusammen geh?rt. Ein Brosen, ein Brausen und dann war alles eins. Sie seufzte schwer, stellte den Wasserhahn aus.
K?nnte man nur alles so leicht beenden, durchfuhr es sie wie ein Blitz. Aber diesen Gedanken kannte sie schon all zu gut, ein eisiges L?cheln umspielte dabei ihre Lippen.
Sie zog sich aus, stieg in das fast schon zu hei?e Wasser und f?hlte sogleich, wie es sie umgab, sie umschmeichelte und einh?llte. Sie lie? ihre Gedanken sich mit dem Wasser vereinen und in leichten Wellen von sich wegtragen, doch das nun einsetzende Gef?hl der Leere war dennoch keines wegs beruhigender. Sie tauchte mit den Kopf leicht runter, so das sie das Gef?hl bekam in eine andere Wirklichkeit zu tauchen. Einer ruhigeren, fremden Realit?t.
Schon als kleines Kind hatte es sie fasziniert unter Wasser ihren eigenen Herzrhytmus h?ren und sp?ren zu k?nnen. Langsam, unaufhaltsam. Alle Ger?usche wirkten hier unreal und doch aufdringlicher, sie wirkten wie weit entfernt und doch sp?rte man, wie nahe sie wirklich sein mussten. Sie wirkten ged?mpft, der Wirklichkeit entr?ckt und doch schien es ihr, als w?ren gerade hier in dieser schummrigen Realit?t ihre Sinne gesch?rfter denn je.
Sie lie? sich gleiten, fallen. Ein Gef?hl des eins werde mit dem sie umgebenden Element. Ein Gef?hl des Verlierens, des Hinabsteigens, der Befreiung.
Sie erlebte diese alles bei vollstem Bewusstsein, kostete jede Minute, jeder Sekunde aus. Sie kannte dieses Spiel und es w?rde nicht mehr lange dauern und ihr K?rper w?rde dagegen ank?mpfen. Ja, sie w?rde ?berleben, aber sie w?rde nicht leben. Existieren, vielleicht... Jedoch mehr auch nicht.
Sie war m?de, ersch?pft. Wann hatte sie aber auch das letzte mal l?nger als eine Stunde geschlafen? Sie wusste es nicht. Ihr kam es so vor, als h?tte sie ihr ganzes Leben lang immer wach gelegen und falls sich der Schlaf dennoch sch?tzend um sie legte, so w?rde er steht alte Erinnerungen mit sich bringen. Erinnerungen, Vergangenheit, Angst. Ihr lief ein Schauer ?ber den R?cken und es war, als w?rde ihr etwas den Hals abklemmen, die Luft rauben, sie nach unten dr?cken.
Und pl?tzlich...nichts... keine Angst, keine Gef?hle. Einfache Leere, s??e Stille. Sie glitt tiefer. Das Wasser umh?llte sie nun vollst?ndig. Sie l?chelte. Ein trauriges L?cheln, welches lieber gelebt h?tte, aber in diesem Moment aufh?ren musste zu existieren. Ein L?cheln was davor niemals diese Lippen hatte betreten d?rfen und nun nie mehr konnte.
Sie glitt immer tiefer. Die Schmerzen und die Angst h?rten f?r immer auf zu sein, genauso wie das Leben, welches sie hatte beherbergen m?ssen.
9.12.04 20:50





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