Kinder der Nacht, Wächter der Träume
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-Weg von mir-

Hier stehe ich nun also. Blicke nach unten auf die Stra?e, wie die Autos kleinen Blitzen gleich ihren Weg fortzetzen. Immer gerade aus. Immer weiter weg von mir.
Es ist eine ruhige Nacht. Ich wei? nicht, ob es warm oder kalt ist, ob es regnet oder schneit. Ich h?re nur, wie das Laub in kleinen seuftzern sich der Naturgewalt ergibt. Es ist ein angenehmes rauschen und rascheln, denn immerhin erscheint es mir lebendig. Lebendiger als ich mich momentan f?hle. Aber was sind schon Gef?hle? Du hast ja meinen Gef?hlen auch nie glauben schenken wollen und wenn, dann hast du sie verletzt. Keiner kann mir jetzt noch sagen, ob es deine Absicht war, oder nicht. Auch du nicht, denn du bist einfach gegangen. Hast alles von dir ausgel?scht.
Alles? Nein. Wie oft habe ich mir gew?nscht, dass alles von dir verschwinden w?rde! Aber Gedanken, Gef?hle, die kann man nicht einfach ausl?schen. Sie sind entweder da, oder nicht. Aber wenn, dann bleiben sie immer irgendwo, auch wenn man sie vergi?t, aber sie bleiben da. Hartn?ckig, auf ihr Recht bestehend zu existieren...
Ich frage mich wohl zum abertausendsten mal, warum du einfach gegangen bist! Warum hast du dich mir nicht einfach gestellt, bist ehrlich gewesen? Meinst du nicht, wir h?tten es irgendwie gemeinsam wieder hinbekommen? Irgendwie? Aber nein, du willst ja nie verletzt werden! Lieber verletzt du andere, als dass du selbst diese Schmerzen empfindest! Aber macht es das ganze wirklich einfacher? Ertr?glicher?
Oder hast du ganz einfach die ganze Zeit nur mit mir gespielt?
Du hast einmal vor langer Zeit gesagt, das wir uns irgendwann einmal wieder sehen, wenn wir beide reifer, ?lter sind, wenn uns beiden niemand mehr etwas kann. Aber gegen uns w?rde immer irgendjemand etwas haben! Das ist nun einmal so. Genauso wie ich wei?, dass ich nicht mehr reifer werden kann. Ich bin so wie ich bin. Ich ver?ndere mich, sicherlich! Aber meine Hauptver?nderung habe ich mit dir, oder gerade durch dich vollzogen. Ich wei? was ich will, aber das n?tzt mir nichts. Es ist sinnlos, zumindestens in diesem Moment.
Unertr?glich ist es mir geworden an dich zu denken. Und trotzdem denke ich an dich. Komisch, oder? Wo ich dich doch vergessen will...
Hast du mich eigentlich schon vergessen? Bestimmt. Wie sollte es auch ander sein...
Ob es mir wohl leichter fallen w?rde, dich zu vergessen, wenn ich w?sste, dass du mich schon vor langer Zeit vergessen hast? Ich glaube nicht...denn wir sind so unterschiedlich und doch waren wir einmal eins.
Du hattest auch einmal gesagt, dass du nicht mehr weinen kannst. Erinnerst du dich noch daran, wie wir beide am Telefon 460km voneinander getrennt geweint haben, weil alles aufgeflogen ist? Weil unsere Eltern uns trennen wollten? Deine dich gar rausschmei?en wollten! Weil wir keine gemeinsame Hoffnung mehr hatten, keine Zukunft, wir uns nicht mehr sehen sollten... Und das alles nur wegen einer dummen, kleinen, sch?bigen Kette, die ich dir ja unbedingt zu deinem Geburstag schenken musste! Ich glaube ich habe nicht nur deinen 18. Geburtstag versaut, sondern einen nicht gerade geringen Teil deines Lebens. Kannst du mir verzeihen?
Ich wei? noch, wie du geweint hast, als es hie? ich sei krank. Epilepsie sagten sie, Gehirntumor, oder beides. Mir erschien es lachhaft! Nein, noch nicht einmal das! Es war mir egal. Ich wollte doch nur zu dir... Ich hatte einfach nur Angst, dass du mich dann nicht mehr willst. So einen Kr?ppel...
Nun wei? ich, dass ich Gesund bin. Kein Tumor, keine Epilepsie. Wahrscheinlich habe ich das ganze einfach nicht mehr ausgehalten. Dieses ewige hin und her! Und dann noch dieses Versteckspiel! Mein K?rper konnte dann einfach nicht mehr, hat rebiliert
-wollte zu dir und durfte nicht.
Ich hatte so oft Angst um dich, habe viele Tr?nen deinetwegen vergo?en. Jetzt f?hle ich mich leer. Und doch bin ich voller Erinnerungen an dich. Was du gesagt hast, wie du es gesagt hast! Ich konnte mir manchmal gar nicht wirklich vorstellen, wie du mich dummes, einf?ltiges Kind lieben konntest! Ich hatte so viele Fehler! Nein, ich habe so viele Fehler... Und doch hast du gesagt, dass du mich liebst, immer lieben wirst.
Nun, Gef?hle k?nnen sich ?ndern, dass wei? ich nun. Aber ich wei? auch, dass ich dich niemals mehr vergessen kann. Denn du bist in mir, noch heute.
Es ist dunkler geworden. Die Landschaft um mich herum hat sich ver?ndert. Es hat geschneit, aber ich, ich bin immer noch die selbe, habe meinen Blick auf die Stra?e gerichtet und verfolge die kleinen Blitze, welche immer gerade aus, immer weiter weg von mir sich fortbewegen.
7.11.04 20:52
 


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