Kinder der Nacht, Wächter der Träume
  Startseite
    ‹›ÑóNšÈñŠé‹›
    °~åBøÙt Mê~°
    Welt der Träume
    Kurzgeschichten
    ¤°¤ PìÇš ¤°¤
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   BananenKönig- gegen langeweile
   Wir! mit den täglichen Eskapaden...
   waschbärlie
   Chaosengel
   ~Klee~
   flashblog
   elemtale

http://myblog.de/halbmond

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
-Der schwarze Fluss-

Der Abend war noch nicht weit voran geschritten, und doch umh?llte mich wie ein Schleier die heranbrechende kalte Nacht. Doch war ich kaum imstande eine Notiz dessen war zunehmen, denn gedanklich war ich weit weg, -gedanklich war ich nur bei dir. Doch wie sehr schmerzten mich jene Gedanken an dich. Sie schmerzten und erklangen zu gleich auf seltsame Art und Weise tr?stlich in meinen Ohren. Und doch wollte ich jene Gedanken aus meinem Ged?chnis verbannen.
Ich richtete meinen Blick gen Himmel und was ich sah war ein Meer aus Wolken. In flie?enden Bewegungen schoben sie sich vor den einsam wirkenden Mond, welcher wie ein Ertrinkender gegen diese ?bermacht anzuk?mpfen schien. Alles schien in Bewegung zu sein. Wolken, welche in raschen Z?gen ?ber mir vorbei rauschten, B?ume, welche vom Winde bewegt sich elegant dessen Rhytmus anpassten, aber auch meine Wenigkeit, welche aufgebracht versuchte hier in dieser Stille die n?tige Ruhe zu finden, welche mir sonst verwehrt zu blieben schien. So ging ich also in jener Nacht einsam ohne Ziel, ohne Hoffnung und suchte schier unerm?dlich ohne wirklich zu wissen, was mein Geist so aufbrachte und mein Herz so sehr begehrte.
Anfangs noch von mir unbemerkt, sp?ter jedoch kaum ?bersehbar, verwandelte sich die mir so bekannte Landschaft in eine Traumwelt aus Schnee und Eis. Und doch ging ich weiter, setzte Schritt vor Schritt meinen Weg fort, achtete nicht auf die K?lte sondern lie? mich einfach weiter treiben und schon bald hatte ich jegliche Art von Zeitgef?hl in jener Traumwelt verloren. Fehrn h?rte ich ein Rauschen, doch hielt ich es f?r den Wind, welcher sein alt bekanntes Spiel mit den schwarzen Riesen des Waldes zu treiben schien. Ich wurde jedoch eines besseren belehrt, denn wie aus dem Nichts stand ich urpl?tzlich einem rauschenden Fluss gegen?ber. Nie zuvor hatte ich jenen wahrgenommen und gedanklich fragte ich mich, wie weit ich wohl von zu Hause entfehrnt sein mochte, doch da richtete sich mein Blick auf den sich in diesen schwarzen Strom spiegelnden Mond. Fasziniert und den Atem anhaltend blickte ich auf dieses Naturschauspiel aus Schw?rze, Licht und Bewegung. Lange blickte ich wohl in diese unergr?ndliche Tiefe bis sich der in jenen Fluss spiegelnde Mond in ein zartes Gesicht verwandelte. Mein Herz setzte kurz zeitig aus, als ich jene unergr?ndlichen gr?n-blauen Augen erblickte. Es war dein Gesicht, deine Augen, deine Lippen, welche ich dort zu erkennen meinte. Ich war entsetzt wie klar mich deine traurigen Augen ansahen. Ich rannte entlang des Flussufers und versucht diesen Schatten deiner selbst zu folgen, doch stehts schien es mir als w?re ich zu langsam. Ersch?pft und nach Atem ringend erreichte ich eine Trauerweide welche mit ihren langen ?sten diese von den Fluss ausgehende Schw?rze zu durchbohren versuchte. Und dort an jenem Ufer sah ich dich. Du hattest mich wohl gesucht und doch war ich es, welcher dich fand. Du lagtest dort, wie als ob selbst jener rei?ender Strom dich nicht hatte aufnehmen wollen. Deine einst roten Lippen waren blau vor K?lte und doch sahst du mich direkt und durchdringend mit deinen wundersch?nen Augen an. Nie werde ich deine Worte vergessen k?nnen, welche du mir in jener kalten Winternacht alles andere als vorwurfsvoll sagtest. "Nicht der Tod war es welcher mich rief, sonder die Liebe zu dir, welche mir das Leben nahm." kam es von deinen viel zu kalten, blauen Lippen, welche trotz alle dem ein liebevolles L?cheln umspielte. Ich war gekommen, hatte dich gefunden und doch war es zu sp?t. Ich sp?rte regelrecht wie jegliche Kraft aus deinem K?rper entweichte und bald schon war ich alleine.
Wohl unbewusst und dennoch dankbar, sp?rte ich wie langsam auch bei mir dieser Strom des Vergessens Einzug erhielt. Es war ein beruhigendes Gef?hl all die Schmerzen hinter sich lassen zu k?nnen und so lie? ich mich treiben, bek?mpfte Schmerz mit K?lte und Trauer mit Vergessen.
Alles war in Bewegung. Nur ich, ich hatte endlich mein Ziel erreicht, denn nun war ich bei dir.
18.11.04 20:42
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung