Kinder der Nacht, Wächter der Träume
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-Vergangenheit-

Dunkelheit. Ein eisiger Hauch vergessener Tage. Schreie. Und dann wieder nur diese Finsternis, welche alles umh?llt, die Schreie erstickt.
Sie ?ffnet ihre Augen. Zittert noch immer. Hatte sie ?berhaupt geschlafen? Sie wusste es nicht. Routiniert ging sie ins Bad, lie? Wasser in die Wanne einlaufen. Was nun? Ein Gef?hl ?berfiel sie, als w?rde sie den Boden unter ihren F??en verlieren. Nicht schon wieder dachte sie, und lie? sich schwer hinuntersacken...
Der Boden war hart, die Kacheln kalt. Die K?lte kroch an ihr empor, aber sie f?hlte sich dadurch besser, lebendiger.
Wie gebannt starrte sie auf den harten, klaren Wasserstrahl, welcher sich mit dem vorhandenen Wasser vermischte, als h?tte es schon immer zusammen geh?rt. Ein Brosen, ein Brausen und dann war alles eins. Sie seufzte schwer, stellte den Wasserhahn aus.
K?nnte man nur alles so leicht beenden, durchfuhr es sie wie ein Blitz. Aber diesen Gedanken kannte sie schon all zu gut, ein eisiges L?cheln umspielte dabei ihre Lippen.
Sie zog sich aus, stieg in das fast schon zu hei?e Wasser und f?hlte sogleich, wie es sie umgab, sie umschmeichelte und einh?llte. Sie lie? ihre Gedanken sich mit dem Wasser vereinen und in leichten Wellen von sich wegtragen, doch das nun einsetzende Gef?hl der Leere war dennoch keines wegs beruhigender. Sie tauchte mit den Kopf leicht runter, so das sie das Gef?hl bekam in eine andere Wirklichkeit zu tauchen. Einer ruhigeren, fremden Realit?t.
Schon als kleines Kind hatte es sie fasziniert unter Wasser ihren eigenen Herzrhytmus h?ren und sp?ren zu k?nnen. Langsam, unaufhaltsam. Alle Ger?usche wirkten hier unreal und doch aufdringlicher, sie wirkten wie weit entfernt und doch sp?rte man, wie nahe sie wirklich sein mussten. Sie wirkten ged?mpft, der Wirklichkeit entr?ckt und doch schien es ihr, als w?ren gerade hier in dieser schummrigen Realit?t ihre Sinne gesch?rfter denn je.
Sie lie? sich gleiten, fallen. Ein Gef?hl des eins werde mit dem sie umgebenden Element. Ein Gef?hl des Verlierens, des Hinabsteigens, der Befreiung.
Sie erlebte diese alles bei vollstem Bewusstsein, kostete jede Minute, jeder Sekunde aus. Sie kannte dieses Spiel und es w?rde nicht mehr lange dauern und ihr K?rper w?rde dagegen ank?mpfen. Ja, sie w?rde ?berleben, aber sie w?rde nicht leben. Existieren, vielleicht... Jedoch mehr auch nicht.
Sie war m?de, ersch?pft. Wann hatte sie aber auch das letzte mal l?nger als eine Stunde geschlafen? Sie wusste es nicht. Ihr kam es so vor, als h?tte sie ihr ganzes Leben lang immer wach gelegen und falls sich der Schlaf dennoch sch?tzend um sie legte, so w?rde er steht alte Erinnerungen mit sich bringen. Erinnerungen, Vergangenheit, Angst. Ihr lief ein Schauer ?ber den R?cken und es war, als w?rde ihr etwas den Hals abklemmen, die Luft rauben, sie nach unten dr?cken.
Und pl?tzlich...nichts... keine Angst, keine Gef?hle. Einfache Leere, s??e Stille. Sie glitt tiefer. Das Wasser umh?llte sie nun vollst?ndig. Sie l?chelte. Ein trauriges L?cheln, welches lieber gelebt h?tte, aber in diesem Moment aufh?ren musste zu existieren. Ein L?cheln was davor niemals diese Lippen hatte betreten d?rfen und nun nie mehr konnte.
Sie glitt immer tiefer. Die Schmerzen und die Angst h?rten f?r immer auf zu sein, genauso wie das Leben, welches sie hatte beherbergen m?ssen.
9.12.04 20:50


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